Video
In der klassische Videoarbeit erstellt eine Gruppe von 4-14 Kindern oder Jugendlichen einen eigenen kleinen Film. Die Gruppe erhält am Anfang eine allgemeine Einführung in Dramaturgie und Videotechnik. Danach soll nach Möglichkeit alles selbst gemacht werden: Es wird gemeinsam ein Drehbuch entwickelt, die Auflösung festgelegt (d.h. welche Aufnahmen brauche ich, um die Geschichte zu erzählen?), Regie und Kamera geführt, der Ton aufgenommen und am Schluss der Film am Computer geschnitten. Es kommt professionelle Videotechnik zum Einsatz und die Anleitung beschränkt sich auf den Grundsatz: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Wieviel Betreuung erforderlich ist, hängt dabei sehr von den Ansprüchen der jeweiligen Gruppe ab.
Für die Produktion eines eigenen Films gibt es verschiedene “Zeitmodule”, die natürlich Einfluss auf die Länge und den Aufwand des Films haben. Der folgende Überblick ist dabei nur beispielhaft, da Aufwand und Dauer immer individuell auf die Bedürfnisse der Gruppe zugeschnitten werden.
KLASSISCHES VIDEOPROJEKT (3-5 Tage):
Zielgruppe: ab 10 Jahren (etwas eingeschränkter auch schon mit kleineren Kindern möglich)
Vorteile: Herstellung sehenswerter Kurzfilme, Arbeit mit professionellen Geräten, hoher Lerneffekt
Zu Bedenken: nicht einfach zu Hause reproduzierbar, konzentrationsintensiv
Hier können richtige kleine Spielfilme oder auch Reportagen entstehen. Ein Videoprojekt bietet sich an für Ferienprogramme, Projektwochen oder zur Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema, zu dem dann ein Film entstehen soll. Auch kann man die Basics der Videoarbeit “hands on” kennenlernen: Wie entsteht eigentlich ein Film? Die fertigen Kurzfilme dauern meist zwischen drei und sieben Minuten.
LANGZEITPROJEKT (bis 6 Monate)

Zielgruppe: ab ca. 12 Jahren
Vorteile: Arbeiten einer Gruppe an einem Thema oder Projekt über einen längeren Zeitraum
Zu Bedenken: fordert andauernde Motivation und Konzentration, zeitintensiv – vor allem beim Schnitt
Die Arbeit an einem Videoprojekt über einen längeren Zeitraum, z.B. immer an einem bestimmten Wochentag, schafft die Möglichkeit, sich intensiver mit einem Thema auseinanderzusetzen (z.B. ein Dokumentarfilm zum Thema xy) oder eine ausgefeiltere Spielhandlung zu entwickeln. Diese Möglichkeit eignet sich gut für Jugendgruppen oder Einrichtungen mit regelmässigen Treffen. Auch andere Projeke lassen sich gut filmisch dokumentieren (z.B. Entstehung eines Theaterstücks).
